Vorlesen mit Anne Grammes

2004 war es, als der erste Bundesweite Vorlesetag auf gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung Deutschlands größtes Vorlesefest ins Leben riefen und somit allen die Bedeutung des Vorlesens aufzeigten. Beteiligten sich anfangs etwa 1.900 Menschen an dieser Aktion, so sind es inzwischen weit über eine Million Teilnehmende deutschlandweit.

In diesem Jahr fand der Vorlesetag bereits zum 21. Mal statt. Er stand unter dem Motto „Vorlesen schafft Zukunft!“ Jeder weiß, wie essenziell Lesen ist, erlernt ein Kind doch auf diese Weise viel leichter diese Grundfähigkeit, die es sein gesamtes Leben über begleiten wird. Zugleich weckt es die Empathie, lässt in unbekannte Welten blicken und regt die Fantasie an, die unbedingt vonnöten ist. Der Umgang mit anderen wird erleichtert und unterstreicht die Intention des Mottos: „Jede gelesene Geschichte hilft Menschen dabei, gemeinsam zu wachsen.“

Eingedenk dieser Tatsache fand auch an der Alfred-Delp-Schule ein Vorlesen statt, das zwei fünften Klassen und somit den Jüngsten der Schule zugutekam. Die beiden Lehrerinnen Susanne Schnörr und Claudia Römer hatten schon Monate zuvor eine in Bad Kreuznach und darüber hinaus bekannte Persönlichkeit gefunden, die sich dieser Aufgabe nur zu gerne stellen wollte. Anne Grammes, Märchenerzählerin, Schauspielerin und vieles mehr, kam Ende November gemeinsam mit ihrem Mann zu den Kindern, um ihnen das Buch „Die magische Bibliothek der Buks: Das Verrückte Orakel (Bd. 1)“  des Schriftsteller-Duos Nina George und Jens J. Kramer vorzustellen. Mit diesem „spannend-skurrilen Fantasy-Abenteuer über die Macht der Bücher“ und unterstrichen durch die geheimnisvolle Atmosphäre in der Leselounge, die Lesescouts hatten sie im Vorfeld gemäß des Anlasses mit kleinen Gespenstern dekoriert, abgedunkelt und mit Schwarzlicht versehen, eroberte die bestens aufgelegte „Vorleserin“ jedes Kind. Ihrer Kunst zuzuhören, sich auf die verschiedensten Stimmlagen und auch auf Johann Wolfgang von Goethes Ballade „Der Zauberlehrling“ einzulassen, das begeisterte und erweckte nicht nur Queen Buk, Rebella Buk, Schlemmer Buk oder Typografica Buk, allesamt Buchschutzgeister, zum Leben, sondern zeigte auch die Protagonisten Thommy, Finn, Nola und Mira, die eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig Freundschaft ist. Bringen diese Menschenkinder in einer buchfernen Welt die Rettung vor der unheilvollen Krankheit, der immer mehr Bücher zum Opfer fallen? Eines gab Anne Grammes den Kindern aus dem Buch mit: „Ihr seid die Zukunft! Denkt daran!“ Am Ende bedauerten es nicht nur die Kinder, dass 45 Minuten einfach zu kurz für ein solches Lesevergnügen sind, sondern ebenfalls die Lehrerinnen Susanne Schnörr und Claudia Römer sowie Marc Häberlin, 1. Konrektor der Realschule plus. „Der Raum sah toll aus, die Atmosphäre war klasse“, meinte er. Magdalena und Sophie aus der 5g ergänzten: „Das Vorlesen hat uns richtig gut gefallen. Schade, dass wir nicht mehr hören konnten!“

Autorin: Claudia Römer

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