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Physikwettbewerb RLP

Durchblick mit Physik

Physikpreis 2021RLP Nele LtzenkirchenZu den zentralen und vornehmsten Aufgaben eines jeden Schulsystems gehört die Förderung von Jugendlichen mit besonderen Begabungen und Interessen – eine im Schulalltag oftmals schwer zu realisierende Anforderung, die sich durch die Corona-Pandemie noch zusätzlichen Schwierigkeiten ausgesetzt sah. Treffen sich jedoch Anspruch und Leuchtkraft des Pädagogen und Neigung des jungen Menschen auf einem Level, so kann jederzeit etwas Großartiges daraus resultieren, wie dies unlängst der Landeswettbewerb Physik eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Dessen Ziel ist es, befähigte Schülerinnen und Schüler intellektuell zu fordern und zu fördern und darüber hinaus einen Anreiz zu bieten, sich mit physikalischen Fragestellungen  zu beschäftigen, sodass bestenfalls eine längerfristige Begeisterung im immer relevanter werdenden naturwissenschaftlichen Bereich zutage tritt und sich beständig intensiviert.

Seit 2011 stellen sich an der Alfred-Delp-Schule Hargesheim (ADS) naturwissenschaftlich interessierte Jugendliche alljährlich den Herausforderungen des Landeswettbewerbs Physik Rheinland-Pfalz. Dabei kann auch in diesem Jahr eine erfolgreiche Teilnehmerin, Nele Lützenkirchen, vermeldet werden. Nele besuchte zum Zeitpunkt der zweiten Runde des Wettbewerbs die 9A der ADS.

Die Aufgaben der Heimarbeit lagen im Wesentlichen in den Gebieten der Mechanik, der Optik und der Thermodynamik. Im ersten Teil untersuchte die Schülerin eigenständig unter anderem die Auswirkungen des hydrostatischen Drucks auf ein Gefäß, d.h. Nele schaute nach dem Druck, der innerhalb eines ruhenden Fluids durch den Einfluss der Gewichtskraft entsteht. Dies kann dann beispielsweise auf einen Tauchvorgang übertragen werden.

Im zweiten Aufgabenteil lag ihr Fokus auf Jupiter und seinen Monden. Hier konnte die Jugendliche mit Gesetzen der Kreisbewegung arbeiten und aus den gegebenen Daten den Abstand der Sonne zur Erde bestimmen. Außerdem oblag es ihr, begründet darzulegen, dass es keinen Zeitpunkt geben wird, zu dem Jupiter und seine Monde auf einer Linie stehen.

Im dritten und letzten Bereich analysierte Nele das ausgesprochen aktuelle  und anwendungsorientierte Thema „Die Wärmepumpe mit Eisspeicher“. Hier lag der Akzent auf eigenen Experimenten, mit deren Hilfe die ambitionierte Jung-Physikerin die Energie bestimmte, die beim Übergang vom flüssigen Zustand des Wassers in den festen Zustand, also in einem Eisspeicher, gespeichert wird. 

Nele Lützenkirchen errang nach dem Einreichen der Heimarbeit einen herausragenden ersten Platz und damit die Zulassung zur dritten Runde im nächsten Schuljahr.

Zu dieser und somit finalen Runde werden nur noch zehn Teilnehmer aus ganz Rheinland-Pfalz zugelassen. Zu dieser drückt ihr die gesamte Schulgemeinschaft fest die Daumen.

Der zum Zeitpunkt der Auszeichnung noch amtierende Gesamtschulleiter Günter Graus und die die junge Frau sensibel betreuende Lehrerin Dr. Marion Roth überbrachten Nele die herzlichsten Glückwünsche aller. 

Autorin: Claudia Römer

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