ADS läuft um die Welt

„Wir wollen alle zusammen um die Welt laufen!“

ADS luft SpendenscheckDie Kolleginnen und Kollegen der Sportfachschaft kam im vergangenen Februar mitten in der Fastenzeit und der Homeschooling-Phase auf die Idee, Kinder und Jugendliche dazu zu animieren, für einen guten Zweck laufen zu gehen. „Unser Ziel sollte es sein, gemeinsam über 40.000 Kilometer zurückzulegen und somit einmal die Welt zu umrunden“, verrät Timo Tönges in seiner Eigenschaft als Mitinitiator dieses ambitionierten Vorhabens und Verbindungslehrer.

Zusammen mit der Schülervertretung wollten die Sportpädagogen auf die Verhältnisse in den armen Regionen der Welt aufmerksam machen, die ganz besonders unter der Corona-Pandemie und all ihren Folgeerscheinungen zu leiden haben. Hierfür wurde zudem eine freiwillige Spendenaktion mit dem Projekt „Die ADS läuft um die Welt“ verknüpft, bei der die Schule für jeden absolvierten Kilometer einen kleinen Beitrag für die Misereor-Fastenaktion für Bolivien spendete.

Sechs Wochen lang liefen alle Beteiligten freiwillig und engagiert ihre ganz persönliche Anzahl an Kilometern, `mal alleine, `mal in der Gruppe. Selbst Haustiere begleiteten sie bei ihren Wegen durch die Natur, die so viel Abwechslung bot. Ob Weinberge, Wald oder Kurviertel, überall konnte man Menschen bei ihren Spaziergängen oder Wanderungen beobachten. Als dann zum Ende der Osterferien bekannt wurde, dass die Schulgemeinschaft der Alfred-Delp-Schule gemeinschaftlich weit über 50.000 Kilometer hinter sich gelegt hatte, war die Freude groß.

Im Schnitt bedeutete dies, dass alle, die motiviert an dieser Aktion teilgenommen hatten, in dieser Zeitspanne gut 35 Kilometer gelaufen waren. Ein strammes Pensum. Hervorzuheben sind die Schüler und Pädagogen, die weit über 100 Kilometer absolvierten. Besonders zu nennen sind dabei die Klassen 5d, die es im Schnitt auf 62 Kilometer brachte, die 8a mit stolzen 70 Kilometern und die 10a mit gar großartigen 83 Kilometern.

Aaron Wilimowski (6e) meinte abschließend: „Wir wollten alle zusammen um die Welt laufen. Das war ein riesiger Ansporn. Laufen macht Spaß, frei und entspannt!“ Florentine Waack (6f) erzählte: „Wir waren mit der gesamten Familie unterwegs. Wir liefen und verbanden gleichzeitig Ausflüge, etwa in die Eisdiele, damit. Das steigerte die Ausdauer. Dass wir Kindern helfen konnten, war uns Inspiration.“ Ihre Klassenkameradin Zuzana Wilk ergänzte: „Eine der Klassen zu sein, die in einer Woche am meisten gelaufen ist, war einer unserer Anreize. Zuerst hätte ich nicht an diesen Erfolg geglaubt.“ Petra Wetzel, eine der beteiligten Mütter, stellte klar: „In Corona-Zeiten ist leider vieles ein wenig schwieriger als sonst. Umso schöner fanden wir es, dass diese wirklich tolle Idee ins Leben gerufen wurde, bei der wir auf eine neue Art und Weise die Fastenaktion von Misereor für Bolivien unterstützen konnten! Fastenzeit ist sonst eine Zeit des Verzichtens, durch das Laufen war sie aber eher eine Bereicherung als ein Verzicht. Wir haben die Zeit des Laufens als „Familienzeit“ genutzt. Zudem hat es uns motiviert, damit jeden Tag auch für Bewegung und ein wenig Abwechslung zum Fernunterricht und Homeoffice zu sorgen. Mit Freude haben wir das Erwachen der Natur aus dem Winterschlaf bei unseren Spaziergängen beobachtet! Einfach eine rundum gelungene Aktion. Schön, dass wir Teil davon sein durften!“ Kerstin Eckes freute sich, „andere zu unterstützen mit einer Sache, die Abwechslung bringt, einen sich bewegen lässt, womit man auch für sich selbst noch etwas tut!“

Durch diese gemeinschaftliche und identitätsstiftende Aktion konnte die fantastische Summe in Höhe von 2250 Euro an Spendengeldern gesammelt und ein starkes Zeichen der Schulsolidarität gesetzt werden. Oberstudiendirektor Günter Graus zeigte sich ob dieser einzigartigen Leistung seiner Schule sehr erfreut und dankbar.

Autorin: Claudia Römer

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