Logoneu

Lesescouts

„Die können ganz toll lesen!“

Vorlesetag 1Der Bundesweite Vorlesetag von Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung findet seit 2004 alljährlich am dritten Freitag im November statt und gilt als das größte Vorlesefest Deutschlands. Seine Intention ist es, ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Vorlesen zu setzen und so Freude am Lesen zu wecken. Den Vorlesern ist es wichtig, ihre Begeisterung jedem zu zeigen, der offen dafür ist.

Kinder schon früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen, ihnen die Freude zu vermitteln, in ferne Welten abzutauchen und sich einfangen zu lassen von dem Gehörten, lässt alle Beteiligten strahlen.

Vorlesetag 2So war es denn auch beim ersten Vorlesetag an der Alfred-Delp-Schule. Die sechs Lesescouts Franz Heinrich, Catleen Mörtzsch, Lena Rudolph, Mira Scheffer, Mia-Leann Schmidt und Tara Schug hatten es sich zur Aufgabe gemacht, sich im Vorfeld mit Märchen aus aller Welt zu beschäftigen, die sie dann Fünftklässlern vorlesen wollten. Wochenlang hatten sie hierfür geübt, sich von Tag zu Tag verbessert und auf diese „Pionierleistung“ gefreut. Zwei Stunden lang luden sie die Kinder der Orientierungsstufe ein, mit ihnen auf Reisen zu gehen nach England, Indien und Südafrika. Im eigenen Land blieben sie natürlich ebenso, haben die Brüder Grimm doch gerade auf dem Gebiet der Märchen viel gesammelt, was sich wunderbar zum Vorlesen eignet. Susanne Schnörr und Claudia Römer, die betreuenden Lehrkräfte dieser Aktion, hatten die beiden Musiksäle zu gemütlichen Oasen werden und unter Einhaltung der Hygienevorschriften die Corona-Pandemie beinahe vergessen lassen. Ein zauberhaftes Märchenbuch, erstellt von Kollegin Alexandra Fischer-Treuer, begrüßte die Mädchen und Jungen im Vorraum der Märchenstätten. Gespannt waren sie alle auf das, was die „Großen“, Schüler der siebten Realschul- und Gymnasialklassen, vorbereitet hatten. Ali, der schlaue Fuchs, ließ sich einen Sattel schenken, der Rattenfänger von Hameln verführte die Kinder der Stadt durch sein Flötenspiel (verantwortlich: Musiklehrerin Susanne Schnörr), ihm zu folgen, der Wundervogel sang sein Lied und auch die Prinzessin auf der Erbse ließ ihre nächtlichen Schmerzen fast schon nachempfinden. Die Jüngsten der Schule hingen den Lesescouts förmlich an den Lippen und hätten gerne noch mehr gehört. „Ich fand es toll, wie gut die vorlesen können“, urteilte Kyra. Ihr Klassenkamerad Philipp ergänzte: „Die Raumgestaltung gefiel mir ganz besonders. Auch die Bilder im Hintergrund waren klasse. Und das Märchenbuch sah schön aus!“ Levin, Lucy Felice, Joshua und ihre Mitschüler der 5f waren sich in einem Punkt einig: „Wir hätten noch viel länger zuhören können!“ 

Dieses Lob ermutigt ihre Lehrerinnen dazu, ähnliche Vorhaben zu planen. Der Vorlesetag, wenn auch an einem Montag, jedenfalls war ein großer Erfolg für alle, insbesondere für die Lesescouts, die mit viel Herzblut ihren jüngeren Mitschülern Zeit und Freude schenkten! Am Ende hielten sie alle denn sogar eine „Urkunde fürs Vorlesen“ in Händen.

Vorlesetag 3

Drucken