Logoneu

Spende an den Förderverein

Mit einem Kochbuch Gutes tun

Spende Frderverein 1Als im Herbst des vergangenen Jahres das zweite Kochbuch für demenzerkrankte Senioren auf dem Markt erschien, erstellt von jungen Menschen der Alfred-Delp-Schule für Ältere, konnte noch niemand ahnen, wie viel Gutes daraus erwachsen sollte. Nicht nur, dass während der Projekttage sowohl im Elisabeth Jäger Haus als auch im Haus St. Josef generationenübergreifend gekocht und gebacken wurde, nein, Jung und Alt fand darüber hinaus auch viel Zeit und Muße für Gespräche und gegenseitigen Austausch.

Initiatorin und betreuende Lehrkraft Claudia Römer freute sich denn sehr, dass das mit viel Liebe zum Detail und ausdrucksstarken Fotos, die das gemeinsame Wirken unterstrichen, entstandene Werk sehr guten Absatz fand. Rezepte, die die komplette Bandbreite des Geschehens in der Küche abdecken, dienen dazu, Abwechslung in die Ernährung zu bringen, die insbesondere bei Demenzerkrankten nicht immer ganz einfach zu erfüllen ist. Dieser Tage nun konnte Oberstudienrätin Claudia Römer den Erlös aus dem Verkauf, aufgestockt durch 200 Euro Überschuss einer Studienfahrt des Deutsch-Leistungskurses der vergangenen Jahrgangsstufe 13 nach Weimar in die Stadt der großen Dichter und Denker Goethe und Schiller, an Andrea Grimme vom Förderverein für Leukämie- und Tumorkranke Kinder e.V. Mainz (700 Euro) und Kathrin Schieferstein von der Kinderkrebshilfe Mainz e.V. (300 Euro) überreichen. Andrea Grimme, wie ihre Kollegin Schieferstein verantwortlich zeichnend für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ihrer Einrichtung, kam eigens nach Hargesheim, um ihre Arbeit einmal den Schülern der Klasse 6e vorzustellen. Dabei traf sie auf interessierte und empathische junge Menschen, die sich bereits im Vorfeld mit der Thematik einer ernsten Erkrankung und ihrer Folgen beschäftigt hatten, und eine Schulstunde lang Fragen über Fragen stellten. Wie viele Kinder sind augenblicklich stationär in der Kinderonkologie untergebracht? Wie gehen sie mit ihrer Krankheit um? Verändert diese die Kinder? Werden sie wieder gesund? Können die Eltern bei ihnen sein? Hochkonzentriert hörten sie Andrea Grimme zu, als diese ihnen von dem Geschehen auf Station und in ihrem Haus erzählte. Gedacht ist dieses nämlich für die Eltern und Familien der erkrankten Kinder, die somit in der Nähe bleiben können. Besondere Aufmerksamkeit schenkten die Schüler den Avataren, etwa 30 Zentimetern großen Robotern, die statt des Kindes dem Unterricht folgen und ihm somit Stimme, Ohr und Auge leihen. Der Kontakt zu den Klassenkameraden kann somit auch über die lange Zeit des stationären Aufenthaltes und der schulischen Absenz gewährleistet werden. Ein Tablet mit entsprechenden Funktionen stellt die Verbindung in die eigene Klasse her. Eine großartige Erfindung, wie die Schüler der 6e meinten. Stellvertretend für die jungen Leute, die direkt am Entstehen des Kochbuches dabei waren, nun aber zum größten Teil bereits die ADS verlassen haben, gaben sie grünes Licht zur freien Verwendung der Spendensumme. „Vielleicht fließt es in das neue Spielzimmer auf Station, das schwerpunktmäßig aus Holzmaterialien bestehen wird0000“, meinte Andrea Grimme denn abschließend. Kathrin Schieferstein berichtete ihrerseits, dass das Geld vermutlich in den Umbau der Kinderonkologischen Station fließen wird. „Es kann zur Verbesserung der Atmosphäre (Lichtverhältnisse, Monitoring, W-Lan) beitragen“, freute sie sich.

Spende Frderverein 2

Autorin: Claudia Römer

 

Drucken