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Physik-Landeswettbewerb 2020

„Durchblick mit Physik“

Durchblick mit Physik 2020Es gehört mit Sicherheit zu den vornehmsten Aufgaben eines Pädagogen, Jugendliche mit besonderen Interessen, Begabungen und Neigungen zu fördern und gemäß ihrer Anlagen zu unterstützen. Dabei ist es nicht immer ganz einfach, diese Anforderung im Schulalltag mit all seinen Ansprüchen zu realisieren.

Intention des Landeswettbewerbs Physik ist es, außergewöhnlich befähigte Schülerinnen und Schüler intellektuell zu fordern und Anreize dazu zu bieten, sich mit physikalischen Fragestellungen zu beschäftigen, sodass bestenfalls auch eine längerfristige Begeisterung im zunehmend relevanter werdenden naturwissenschaftlichen Bereich zutage tritt. Seit 2011 stellen sich an der Alfred-Delp-Schule naturwissenschaftlich interessierte Schüler alljährlich diesen Herausforderungen des Landeswettbewerbs Physik Rheinland-Pfalz.

Auch in diesem nicht eben einfachen Jahr 2020 nahmen mit Nele Lützenkirchen und Leonie Noll zwei ambitionierte Jungphysikerinnen daran teil. Die Pandemie erforderte die Lösung aller Aufgaben in Heimarbeit.

Nele besuchte zum Zeitpunkt der ersten Runde des Physikwettbewerbs die 8a des gymnasialen Zweigs ihrer Schule. Die Aufgabenstellungen der Hausarbeit waren im Wesentlichen in den Gebieten der Akustik und der Optik beheimatet. Im ersten Teil ermittelte die Jugendliche unter anderem die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls mit Hilfe zweier Smartphones experimentell. Sie beantwortete und begründete gleichzeitig die Frage, warum es in der Regel im Freien einfacher ist, mit leichter Bewölkung ansprechende Fotos aufzunehmen, obwohl man doch meinen sollte, dass dies bei strahlendem Sonnenschein leichter fiele. Das Phänomen der Totalreflexion experimentell zu zeigen, das etwa bei der Magenspiegelung und der Datenübertragung eine große Rolle spielt, stand im letzten Teil im Fokus ihrer Untersuchungen.

Nele erzielte mit ihren eingereichten Ergebnissen einen herausragenden ersten Platz sowie die Zulassung zur zweiten Runde im kommenden Schuljahr.

Zu der dritten und finalen Runde waren nur noch elf Teilnehmer aus ganz Rheinland-Pfalz zugelassen. Leonie Noll war eine von ihnen. Sie besucht inzwischen die Jahrgangsstufe 11 der ADS.

Leonie, zum Zeitpunkt der Wettbewerbsphase in der Klasse 10c, befasste sich in ihrem Aufgabenkatalog mit den Fragestellungen, die vorrangig Teilgebiete der Mechanik und der Optik umfassten.

Dabei untersuchte sie im ersten Teil detailliert das sogenannte „schwebende Röhrchen“. Es handelt sich hierbei um zwei ineinander gesteckte Reagenzgläser, wobei das untere nicht nach unten fällt, sondern sich entgegen der Schwerkraft beschleunigt nach oben bewegt. 

Im zweiten Aufgabenbereich stand die energetische Betrachtung eines springenden Tischtennisballs im Vordergrund. Dieser befand sich zur Erhöhung des Schwierigkeitsgrads beim freien Fall zudem in einem wassergefüllten Plastikbecher.

In der dritten und somit letzten Aufgabenstellung bestimmte Leonie die Brennweite der Kameralinse ihres Smartphones experimentell und rechnerisch mit Hilfe der Methoden der geometrischen Optik. Leonie konnte einen großartigen dritten Platz in einer schwierigen Endphase des Wettbewerbs belegen.

Oberstudiendirektor und Gesamtschulleiter Günter Graus überbrachte gemeinsam mit Fachlehrerin Dr. Marion Roth die Glückwünsche aller. „Es ist toll, wenn gerade Mädchen und junge Frauen sich in der Welt der Physik zu behaupten wissen“, meinte denn Günter Graus abschließend.

Autorin: Claudia Römer

 
 

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