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Tag der Nachhaltigkeit

„Tag der Nachhaltigkeit“ vor den Sommerferien

Nachhaltigkeit3Seit Beginn der „Fridays for Future“-Demonstrationen im vergangenen Jahr 2018 zeigte sich mit wöchentlich wachsendem Zuspruch hierfür der Wille der jungen Generation, die gängige Umweltpolitik und das Handeln jedes Einzelnen zu hinterfragen.

Schüler und Studenten gleichermaßen stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass ihnen der Ernst der Lage bewusst ist und sie nicht länger hinnehmen mögen, wie ihre Zukunft auf der Erde peu à peu zerstört wird. Dieses Interesse an umwelt- und entwicklungspolitischen Themen sowie schädlichen Konsumgewohnheiten hat die Hargesheimer Alfred-Delp-Schule, federführend hier die aktive Schülervertretung mit ihren Vertrauenslehrern, aufgegriffen und einen besonderen „Tag der Nachhaltigkeit“ organisiert. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass nicht nur der Staat sich um den Klimawandel und seine Folgen kümmern muss, sondern jeder für sich ebenso (Daniel Drzyzga).“

Die Lehrerschaft der ADS sorgte Hand in Hand mit den unterschiedlichsten Referenten dafür, dass die jungen Leute aller Altersstufen neue Einblicke und Impulse erhielten. Wichtig war dabei, dass konkrete Anregungen zur Umsetzung zuhause im alltäglichen Leben genauso wie der Blick auf globale Zusammenhänge vermittelt wurden.

Neben dem Besuch eines Biobauernhofs und einer Kläranlage wurden auch Themen wie Fairtrade, Welthandel, Herstellung von Kleidung, Frauenrechte, regenerative Energien, Produktion von Kakao etc. aufgenommen. Viele Schüler zeigten sich dabei erstaunt über die komplexen Zusammenhänge und freuten sich darüber, Möglichkeiten aufgezeigt zu bekommen, was jede(r) Einzelne in seinem je eigenen Umfeld besser machen kann.

Da Nachhaltigkeit nicht von singulären Aktionen leben kann, müssen die konkreten Ideen natürlich dauerhaft im Schulalltag und im privaten Leben realisiert werden. Die positiven Rückmeldungen zum Tag der Nachhaltigkeit lassen jedoch darauf hoffen, dass der erste Schritt bei vielen der Kinder und Jugendlichen getan ist. Sie ließen sich nicht zweimal bitten, ein rundum gesundes Frühstück ohne Zucker vorzubereiten und in Gemeinschaft zu genießen, Insektenhotels für den Schulhof zu gestalten, den nahegelegenen Gräfenbach auf Unrat zu durchforsten und einzusammeln, den Wert von Naturmaterialien am konkreten Beispiel zu begreifen oder Lebensmittel auf ihre Inhaltsstoffe zu untersuchen. Die Ideen gingen ihnen nicht aus. Überall sah man eifrige und durchaus nachdenkliche junge Menschen bei der Arbeit. Die Schülervertretung selbst entschied sich dafür, einen Gedanken des SV-Seminars im Vorfeld aufzugreifen und einen „Fantipfand“ zu basteln. Ein Fantipfand ist eine Mülltonne/ein Mülleimer, den sie so bemalte, dass sie/er einem Elefanten ähnlich sieht. Jeder kann ihn in der Schule benutzen und seine oder auch gefundene Pfandflaschen hineinwerfen. Der Erlös der Flaschen wird schließlich einem guten Zweck zugeführt. Daniel Drzyzga (MSS 12), ein Schülersprecher, meinte: „In meinen Augen war der Tag ein richtiger Erfolg und ich denken, viele sehen das ebenfalls so. Als ich durch die Schule gegangen bin, haben ich den jüngeren Schülern anmerken können, dass sie einen solchen Tag gerne öfter erlebten bzw. er ihnen gefiel. Dazu waren die kleineren Klassen sehr gut mit ihrem Projekt organisiert. Mich, die SV und sicherlich auch Herrn Tönges (Verbindungslehrer) freute es, wenn wir den Tag, den wir auf den Weg gebracht haben, für immer erhalten könnten.“ Und Günter Graus, Gesamtschulleiter, konkludierte: „Für uns als Schule ist es wichtig, unseren Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, dass es nicht damit getan sein kann, im Sinne von ,Fridays for Future` regelmäßig zu demonstrieren und andere (insbesondere ,die Politiker`) aufzufordern, etwas zu unternehmen. Es geht darum zu lernen, dass man in diesem Zusammenhang selbst etwas tun kann und muss. Dazu sollte der ,Nachhaltigkeitstag` dienen und es wird zu überlegen sein, wie die Erkenntnisse dieses Tages in der Zukunft verfestigt werden können.“

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