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Fabian Raab bei Physikolympiade

Fabian Raab vor dem größten Wettbewerb seines Lebens

Abiturient bei PhysikOlympiade in Garching

FabianRaabPhysikOlympiadeFabian Raab, 18-jähriger Abiturient an der Alfred-Delp-Schule, steht vor der vielleicht größten Herausforderung, die er als ambitionierter Jung-Physiker zu nehmen in der Lage ist, der Finalrunde der PhysikOlympiade in Garching. Wo viele Menschen intuitiv zusammenzucken und sich ihrer eigenen kläglichen physikalischen Versuche erinnern, da strahlt Fabian Raab eine unglaubliche Ruhe und Souveränität aus.

Wer nun denkt, dass der junge Bosenheimer bereits in seinem Elternhaus auf interessierte Physiker stieß, sieht sich einigermaßen überrascht zu erfahren, dass dem in keinster Weise so gewesen ist. „Aber“, so führt Fabian Raab aus, „meine Eltern haben mich immer auf meinem Weg unterstützt“. So „tupften“ sie ihrem Sohn schon früh „das Sonnensystem an die Wand“, das ihn noch immer jeden Morgen beim Aufwachen begrüßt, „sie kauften und klebten mir Planeten direkt ans Bett“. Hiermit war es jedoch noch nicht getan, denn als der kleine Fabian mit sieben/acht Jahren sein Interesse an der Physik und dem Weltall artikulierte, kamen Bücher aus der bekannten „Was ist was?“-Reihe hinzu und auch Kosmos-Experimentierkästen eroberten sein damaliges Kinderzimmer. Während andere beim Fußballspielen anzutreffen waren, „schoss“ Fabian „mit Backpulver Raketen hoch“ oder „züchtete Kristalle“ mit einem eigens angeschafften Baukasten. Auch „wenn dies nicht ganz so geklappt hat“, die Naturwissenschaften blieben sein größtes Hobby und seine Leidenschaft. Anfangs schwankte er noch zwischen Chemie und Physik, doch Letzteres wurde ihm immer wichtiger. Seine Passion war geweckt. An die 20 Urkunden zeugen von seiner riesigen Begeisterung, so erwarb Fabian seine erste bereits beim Känguruwettbewerb in der vierten Klasse der Grundschule. Viele andere sollten sich im Lauf seiner Schullaufbahn, die sich allmählich dem Ende zuneigt, hinzugesellen. „Wie warum was passiert?“, diese Frage hält den jungen Mann bei Laune und lässt ihn so manche außerordentliche Strapaze mit seinem stillen Humor gelassen in Kauf nehmen. Fabian absolvierte tatsächlich zu Beginn seiner Zeit in der gymnasialen Oberstufe ein Frühstudium der Physik in Kaiserslautern, was ihm neben einigen Vorlesungen auch etliche Übungsstunden und –aufgaben brachte. In den Sommerferien 2017 besuchte Fabian zudem die Deutsche Schülerakademie, „ein Schüler wird pro Jahr vorgeschlagen“, wo er sich intensiv mit der Quantenmechanik befasste. „Fünf Stunden Vorträge und Übungsphasen täglich“ erwarteten die Jung-Physiker in diesen 2,5 Wochen. Besonders beeindruckt zeigte er sich dabei von „Schrödingers Katze“, einem Gedankenexperiment, das die direkte Übertragung quantenmechanischer Begriffe auf die makroskopische Welt problematisiert. „Zwei oder mehrere Zustände sind zu bestimmten Wahrscheinlichkeiten gleichzeitig vorhanden“, formuliert Fabian die an die jungen Leute gestellte Herausforderung. Hat er diese Erfahrungen seinen Lehrern Armin Gauch und Bernd Schumacher zu verdanken, so brachte ihn Dr. Marion Roth zur PhysikOlympiade, in deren Bundesrunde er als einer von gerade noch 15 jungen Menschen steht. Als einziger Rheinland-Pfälzer geht es für ihn Ende April ans Max-Planck-Institut in München-Garching, wo ihn neue spannende Aufgaben erwarten. Was auch immer kommen mag: Fabian strebt das Studium der Physik an! „Natürlich promovierte ich auch gerne“, ergänzt er, „in Astro- oder Quantenphysik. Liebend gerne ginge ich zum CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) im Kanton Genf. Es ist faszinierend, dass es etwas da draußen gibt, etwas Größeres. Die Grenze des Verständnisses der Physik, das wäre mein Ziel!“ Nun, die 50. Internationale PhysikOlympiade im Juli in Tel Aviv rückt immer näher!

Die Schulgemeinschaft mit Oberstudiendirektor Günter Graus an ihrer Spitze freut sich außerordentlich über Fabian Raabs Erfolge und wünscht ihm für diese nächsten Herausforderungen alles Gute. Sein Beispiel motiviert dazu, selbst an Wettbewerben aller Art teilzunehmen. Sie öffnen den Horizont und wecken die Neugier.

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