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Physik im Advent

Physik im Advent? Ja, warum nicht?

ADS mit dabei

Physik im Advent2018aSchülerinnen und Schülern die Schönheit der Physik auf diese eher spielerische Art und Weise näherzubringen, ist sicherlich nur eine Seite der erfolgreichen Medaille. Die andere besteht darin, sich selbst und sein Wissen experimentell stets aufs Neue unter Beweis zu stellen und wenn es dann, wie im vergangenen Jahr, noch Auszeichnungen gibt, hat dieser außergewöhnliche Adventskalender seine Dienste mehr als getan. Schülerinnen und Schüler der Alfred-Delp-Schule freuen sich über einen außergewöhnlichen Adventskalender, der ihnen jeden Tag neue und andere Herausforderungen zukommen lässt.

Seit 2013 bieten die deutsche physikalische Gesellschaft (DPG) und die Universität Göttingen in der Vorweihnachtszeit für alle naturwissenschaftlich Interessierten und Begeisterten einen physikalischen Adventskalender an. Es kann jeder, wie bei einem klassischen Modell, 24 Tage lang auf der Webseite von PiA einen Blick in das nächste Videotürchen erhaschen, in dem das jeweilige Tagesexperiment von einer Weihnachtsfrau oder ihrem männlichen Pendant anschaulich erklärt wird. Dabei sind alle Experimente so angelegt, dass sie mit diversen Alltagsgegenständen wie Schnüren, Gläsern, Kerzen oder auch Schokolade ´mal mehr, ´mal weniger einfach nachzuarbeiten sind. Wer sich darüber hinaus im Vorhinein kostenlos registriert hat, kann zudem innerhalb eines Tages eine Frage in Bezug auf das Experiment beantworten. Der Adventskalender richtet sich dabei im Wesentlichen an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen fünf bis zehn, die einzeln oder auch im Klassenverband teilnehmen können. Doch es sind ausdrücklich alle aufgefordert, jüngere und ältere Schüler, Erwachsene und selbstverständlich die Lehrkräfte der Klassen, sich von diesem „Virus“ infizieren zu lassen und von da an zu knobeln und zu experimentieren. „Mich treibt es morgens schon ganz früh aus den Federn“, verrät denn auch Physiklehrerin Dr. Marion Roth, „meine Neugier ist grenzenlos!“ Und damit steht sie in den Reihen ihrer 10b wahrlich nicht alleine da. Ähnlich ergeht es Hannah Günster, die bereits gegen 6.30 Uhr am Experimentieren ist.  Regelmäßig fotografiert sie die gestellte Aufgabe und stellt sie allen zur Verfügung. Im Lauf des Vormittags finden dann kontrovers geführte Diskussionen im Klassenraum und sogar auf dem Schulhof statt, vor allem dann, wenn – wie an diesem Tag - die Antwortmöglichkeiten nicht eindeutig formuliert wurden. Nachträglich gab es dafür auch noch einen Zusatzjoker. Sofie Brandes, Katharina Penkalskij, Viona Raab, Luisa Herrmann, Paula Kaul, Lucia Witte, Mariell Schakols, Maximilian Moor und Felix Franzmann sind in dieser physikaffinen Gruppe immer aktiv dabei. Wenn auch die physikalische Frauenpower im Gefüge der 10b stärker ausgeprägt ist, so sieht man sie doch immer wieder gemeinsam tüfteln und besprechen. Dabei werden sie nicht müde, gerade in schwierigeren Fällen ihre Versuchsreihe neu zu bedenken oder auch ältere Geschwister anzufragen. Viona Raab hat Glück. Ihr Bruder Fabian besucht den Physik-Leistungskurs und somit ist in diesen Tagen des Advents ihr Lieblingsthema klar. Immer und immer wieder kreisen ihre Gedanken um die Aufgaben. Just an diesem Vormittag stellte die Weihnachtsfrau das Experiment vor. Über die Einkaufsliste, die schon 24 Tage vorher bereitgestellt wurde, ist jeder Teilnehmer bestens vorbereitet, wobei jeder weiß, welche Materialien wann benötigt werden. Dieses Mal sind es Aluminiumfolie, eine AA-Batterie sowie ein Smartphone mit der App „PhyPhox“. In einem Videofilm wird die experimentelle Vorgehensweise erklärt. Man stellt einen Streifen Alufolie her, der dann über das Smartphone mit der aktivierten App gelegt und an den Enden mit einer Batterie verbunden wird. Das Handy wird damit zu einem Magnetfeldsensor bzw. zum Magnetfeldmessgerät und die Folie zum stromführenden Leiter, um den sich ein Magnetfeld aufbaut. „Wir wollen aber nicht zu viel verraten“, lacht Katharina Penkalsij und widmet sich erneut ihrer Aufgabe.

Im vergangenen Jahr eroberte sich die damalige 9b einen kompletten Klassensatz des Buches „Schnellkurs Physik“ der DPG, die das außergewöhnliche Engagement der Gruppe honorieren wollte. Dr. Marion Roth attestierte damals wie heute: „Die Jugendlichen zeigen sich besonders begeistert und interessiert. Auch wenn die Auszeichnung nicht unsere wichtigste Motivationsquelle war, so freuten wir uns dennoch über die wunderbaren Bücher!“

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