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Verabschiedung Herr Haverkamp

„Mit Leib und Seele Lehrer!“

Verabschiedung von Wilfried Haverkamp

Verabschiedung HaverkampEin glücklicher Umstand führte Wilfried Haverkamp 1994 an die Alfred-Delp-Schule, wo er zunächst als Lehrer für Mathematik und Sport wirkte, bevor er 2007 an die Spitze der dortigen Hauptschule wechselte. Vieles konnte er in diesen Jahren in der Leitung „seiner“ Schule bewirken, die er „einfühlsam“ und „mit großem Geschick“ führte, wie ihm Oberstudiendirektor Günter Graus attestierte. Nun aber ereilte ihn der Ruf an die Spitze der Erzbischöflichen Tagesschule Dönberg in Wuppertal, worüber sich der gebürtige Nordrhein-Westfale besonders freute.

Ohnehin schon lange mit einer Rückkehr in die Heimat liebäugelnd, war nun die Stunde gekommen, als „Hauptbestimmer“ und „Teamchef einer eigenen Mannschaft“ nach Wuppertal zu wechseln. „Mit Leib und Seele warst und bist du Lehrer“, meinte denn auch Günter Graus, „ganz besonders am Herzen lagen dir die Kinder, denen das Lernen schwerfällt“. Ihnen habe er „Chancen eröffnet“, den „Blick aufs Ganze“ habe er stets gewahrt. „Dein Engagement, deine Kollegialität und Loyalität zeichnen dich besonders aus. Cheers and Farewell!“ Albrecht Adam, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule im Bistum Trier, zollte Wilfried Haverkamp seine Hochachtung für die geleistete Arbeit, die gerade die in den Fokus nahm, die sich schwer taten. Er dankte dem scheidenden Rektor dafür, seinen Schülerinnen und Schülern in ihrer Persönlichkeitsfindung Hilfestellung geleistet und sie in ihrem Leistungsvermögen gefördert zu haben. Die Ziele einer christlichen Schule wie der Alfred-Delp-Schule habe er auf eindrucksvolle Weise stets aufs Neue zu realisieren verstanden. Renate Keller vom Schulelternbeirat betonte seine freundliche und ruhige Art, die „fehlen“ werde. „Sie lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen!“ Vanessa Rosenbaum und Siggi Wolf, Sprecher der Mitarbeitervertretung, erinnerten in ihrer Ansprache an ein Zitat Senecas: „Das Leben ist wie eine Rolle auf dem Theater. Es kommt nicht darauf an, dass lange, sondern dass gut gespielt wird.“ Und diesem Anspruch sei Wilfried Haverkamp gerecht geworden. Er habe es geschafft, „immer einfühlsam und verständnisvoll“ zu sein, die „Menschenbildung“ der Jugendlichen habe er forciert, sie dazu angeleitet, „selbständig und strukturiert“ zu arbeiten und ihnen die Soft-Skills vermittelt. Darüber hinaus sei es ihm gelungen, mit seinen Hockeyspielern regelmäßig den erfolgreichen Weg nach Berlin anzutreten. „Wir haben dich als Freund und Menschen kennen und schätzen gelernt. Du hast Spuren hinterlassen in der Bildungslandschaft!“ Thomas Schmitz, Rektor der Hildegard-von-Bingen-Schule in Koblenz, lobte seinen Kollegen als einen besonderen Menschen, dem das Laute fremd gewesen sei. „Er hört zuerst einmal zu und ist durch und durch Pädagoge. Die jungen Menschen nimmt er zunächst mit ihren Stärken wahr. Alternative pädagogische Ansätze gehören zu seinem Ethos dazu“. Zudem dankte Thomas Schmitz Haverkamp für fachliche Gespräche „in angenehmer Atmosphäre“. Wilfried Haverkamp stehe für „Fröhlichkeit und Freundlichkeit“, das Gegenüber fühle sich von ihm „wertgeschätzt“. „Das war gut!“ Und Wilfried Haverkamp selbst akzentuierte 24 gute Jahre in Hargesheim. „Wohlgefühlt“ habe er sich hier. Seine Arbeit habe sich immer als Vermittlung von Allgemeinbildung verstanden, ergänzt durch praktische Anteile als Vorbereitung auf die Berufswelt. Franziska Schumacher, Marietta Hüttemann, Joshua Schmidt-Rodriguez und Moritz Gatzke (alle MSS 12) sorgten für die musikalische Umrahmung dieser kleinen Abschiedsfeier.

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