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Abitur 2018

Studiendirektor Bernd Schumacher stellte sich die Frage nach dem Wesen der Zeit und rekurrierte dabei auf den Philosophen Rüdiger Safranksi. Die Zeitspirale, so führte dieser aus, kann durch „das Anfangen“ unterbrochen werden. In dem Moment, in dem der Mensch etwas Neues beginnt, „verändert sich die Wahrnehmung der Zeit. Um sie als vielversprechend zu erfahren, ist es jedoch notwendig, ein Grundvertrauen zu sich selbst zu entwickeln.“ Ein solches Welt- und Zeitvertrauen verbindet Safranski „mit einer Brücke über einen Abgrund, die erst wächst, wenn man sie begeht.“ Oberstudiendirektor Günter Graus begann seine nachdenklich stimmende Rede mit einem Zitat des großen Regisseurs und Schauspielers Orson Welles: „Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.“ Ihn bewegte die Frage nach der Intelligenz, der „fluiden“, das Kombinationsvermögen meinend, und der „kristallisierten“, das Wissen. „Frieden, Sicherheit und Wohlstand als gegeben hinzunehmen, ohne die Zusammenhänge zu verstehen und sich selbst dafür einzusetzen, hat sich schon vielfach als problematisch erwiesen“, führte er aus und mahnte davor, den Populisten „aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit das politische Feld“ zu überlassen. Er folgerte: „Kümmert euch um die Erweiterung, den sinnvollen Einsatz und die Erhaltung eurer Intelligenz!“ Oberstudienrätin Christine Maillet rief die Abiturienten dazu auf, sich nicht von der medialen Öffentlichkeit „verführen“ zu lassen. Sprache schaffe Distanz zur Welt und eröffne eine klare Sicht. „Demokratie ist kein Selbstläufer!“, mahnte sie und forderte zu einem an Humanität orientierten Handeln auf. Alexandra Sander überbrachte die Grüße der Eltern. „Hilfe, mein Kind ist nun erwachsen!“, fasste sie die Gedanken vieler auf und rief dazu auf: „Habt ein offenes Herz, bleibt neugierig und macht etwas daraus! Die Verantwortung für die nächsten Schritte tragt ihr nun selbst!“ Maike Minnameier und William Roth als Vertreter der diesjährigen Abiturientia erinnerten an Bundesbildungsministerin a.D. Prof. Dr. Johanna Wanka, die einst meinte: „Bildung ist Glück!“ Zumindest, so die beiden eloquenten Abiturienten, schenkt sie „Entscheidungsfreiheit“. Sie ist der „Schlüssel zur lebenslangen Nutzung.“ Anke Haupt, Sprecherin des Initiativ- und Förderkreises und des Schulelternbeirates, ermunterte die jungen Leute, den „Mut und die Energie“ zu haben, „loszulaufen. Bleibt neugierig und habt Spaß dabei!“ Umrahmt wurde diese kurzweilige Akademische Abiturfeier durch musikalisch hochkarätige Beiträge Maja Delzeiths, Kaya Petermanns und Emily Sanders, die einen kleinen Blick offenlegten auf das große Können ihrer Jahrgangsstufe, der sich „überdurchschnittlich“ viel Zeit nahm für außerunterrichtliche Unternehmungen wie die Vorbereitung von Gottesdiensten, Theater-, Kunst-, Musik- und soziale Projekte (etwa das MSS-Konzert und das Kochbuch für dementiell Erkrankte) oder Exkursionen wie z.B. nach Weimar. Auch überreichten Kinder der 5b mit ihrer Lehrerin Claudia Römer kleine selbstgebastelte Geschenke an die „Großen“.

William Roth aus Bad Kreuznach beendete seine Schullaufbahn mit der Traumnote 1,0, Henrik Barth aus Gutenberg reüssierte mit 1,3, Sophia Mosmann (Wallhausen), Laura May (Spabrücken), Luca Noll (Gutenberg), Johanna Dorsch (Braunweiler) und Maike Minnameier (Bad Kreuznach) erreichten 1,4 und Clara Vogt (Hargesheim) 1,5. Des Weiteren dürfen sich freuen: Alena Back (Norheim), Maren Beitz (Spabrücken), Tom Bergmann (Windesheim), Luca-Maria Beuscher (Wallhausen), Niklas Beuscher (Weinsheim), Jonas Biroth (Spabrücken), Elisabeth Bomhard (Roxheim), Benedikt Christ (Bad Kreuznach), Maja-Sophie Delzeith (Waldböckelheim), Luisa Domann (Bretzenheim), Helen und Paula Emmerich (Rüdesheim), Lena Erbach (Wallhausen), Dario Falcone (Winzenheim), Franziskus Forderer und Felix Gerling (beide Bad Kreuznach), Lucas Gerth (Hargesheim), Luisa Gutenberger (Argenschwang), Paul Hasemann (Bad Sobernheim), Anna Häußling (Laubenheim), Celine Heckmann (Winzenheim), Christine Heinz und Lina Hofmann (Hargesheim), Peter Huy (Winterburg), Joelle Jerono (Wallhausen), Anna-Lena Joerg (Hergenfeld), Marzena Kedzierska (Hargesheim), Joshua-Luca Kirkland (Bad Kreuznach), Philipp Krajnovic (Waldböckelheim), Sarah Letter (Spabrücken), Laura Sophia Ludwig (Bad Kreuznach), Sina Lüttger (Hargesheim), Levi Luy (Feilbingert), Tobias Marzell (Volxheim), Pascal May (Spabrücken), Nina Merz (Roxheim), Lara Messer (Winzenheim), Sebastian Meures (Guldental), Kaya Petermann (Rüdesheim), Tim-Lukas Pflügl (Hargesheim), Moritz Prozeller (Hergenfeld), Patrick Puth (Spabrücken), Julian Römer (Guldental), Nik Rosenbaum (Schweppenhausen), Jana Rosendahl (Allenfeld), Anne Roßkopf (Braunweiler), Anna Herta Rudolph (Sommerloch), Carolin Rumeney (St. Katharinen), Emily Sander (Spabrücken), Anna Schichtel (Sankt Katharinen), Oliver Schröder (Bad Kreuznach), Christina Schwarz (Braunweiler), Josephine Selz (Bad Kreuznach), Katharina Sommerfeld (Bretzenheim), Luca Strieffler (Sommerloch), Alicja Stumpf (Fürfeld), Daniela-Sophia Süß (Wallhausen), Bastian Wagner (Waldböckelheim), Lina Wagner (Bad Kreuznach), Lena Walg (Schloßböckelheim), Niklas Weckop (Bad Kreuznach), Nathalie Wollmer (Hackenheim) und Annabell Wolter (Waldböckelheim).

Abitur2018 2Bernd Schumacher und Günter Graus freuten sich zudem, etliche Urkunden und Auszeichnungen überreichen zu dürfen. So freute sich Lena Erbach über den Preis des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin, William Roth erhielt den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und Sebastian Meures den der Gesellschaft der Deutschen Mathematiker. Josephine Selz und Clara Vogt strahlten ob der Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Philosophie, Nik Rosenbaum ob der Ehrung durch den Pierre-de- Coubertin-Preis und Laura Ludwig bekam die Urkunde der Ministerin für Bildung Stefanie Hubig für „vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz in der Schule“, war sie doch maßgeblich verantwortlich für das Gelingen des Kochbuches für dementiell Erkrankte. Pädagoge Christian Schmitz dankte Elisabeth Bomhard, Franziskus Forderer, Felix Gerling, Joshua Kirkland, Maike Minnameier, Kaya Petermann, William Roth und Katharina Sommerfeld für ihre langjährige Theaterarbeit.

 

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